Die Ausstellung „Brigitte Meier-Denninghoff – Skulpturen und Zeichnungen 1946–1970“ in der Berlinischen Galerie würdigt eine der bedeutendsten Bildhauerinnen der Nachkriegszeit. Meier-Denninghoff (1923–2011) prägte mit ihren innovativen Metallskulpturen die internationale Kunstwelt der 1950er und 1960er Jahre: Ihre Werke wurden auf renommierten Veranstaltungen wie der documenta in Kassel, der Biennale in Venedig und der Weltausstellung in New York präsentiert. Als Künstlerin erhielt sie zahlreiche Preise, ihre Werke fanden Eingang in wegweisende kunstwissenschaftliche Publikationen.
In der Kunstgeschichte wurde Meier-Denninghoff lang vor allem als Teil des Künstlerduos Matschinsky-Denninghoff wahrgenommen, das sie ab 1970 gemeinsam mit ihrem Mann gründete. Mit dieser Zusammenarbeit traten ihre frühen, mit eigenem Namen signierten Werke in den Hintergrund und wurden dem Kollektiv zugeschrieben. Die aktuelle Ausstellung gibt nun erstmals seit mehr als 50 Jahren den Skulpturen und Zeichnungen von Brigitte Meier-Denninghoff eine eigene Stimme zurück und hebt ihre individuelle künstlerische Position hervor. Grundlage für die Schau war eine umfassende Auswertung ihres künstlerischen Nachlasses, der heute von der Stiftung Matschinsky-Denninghoff unter dem Dach der Berlinischen Galerie betreut wird.