Die Ausstellung „Impressionismus“ in der Hamburger Kunsthalle bietet einen faszinierenden Einblick in den reichen Bestand impressionistischer Werke des Hauses und zeigt diese in einem globalen Kontext. Mit rund 70 Exponaten, darunter Gemälde und Plastiken von Größen wie Max Liebermann, Lovis Corinth, Claude Monet oder Édouard Manet, spürt die Präsentation den nationalen und transnationalen Strömungen des Impressionismus nach. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob es heute noch sinnvoll ist, den Impressionismus klaren Ländergrenzen zuzuordnen – oder ob nicht vielmehr die gegenseitigen Einflüsse und gemeinsame künstlerische Impulse im europäischen Kontext in den Vordergrund treten sollten.
Kuratiert von Dr. Karin Schick und Dr. Markus Bertsch, lädt die Ausstellung zur Erkundung der vielfältigen Motive und Wechselwirkungen zwischen deutschen und französischen Künstlern ein. Zu entdecken sind thematische Gruppen wie Porträt, Landschaft, inszenierte Figur, Stadt und Freizeit sowie Stillleben. Die Ausstellung ist integraler Bestandteil des Sammlungsrundgangs in der Lichtwark-Galerie und besticht durch eine attraktive Gestaltung, die zum Verweilen und vertieften Schauen einlädt. Ein besonderer Blick gilt den „deutsch-französischen Begegnungen“, bei denen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden nationalen Impressionismen eindrucksvoll beleuchtet und hinterfragt werden.